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Die Fundstelle Schwarzenbach-Burg  in der Buckligen Welt ist bereits seit den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts bekannt. Sie liegt in der Marktgemeinde Schwarzenbach, Verwaltungsbezirk Wiener Neustadt, Niederösterreich am nördlichen Rand der Oberpullendorfer Bucht.

LIDAR Bild Burgberg und UmgebungDer sich östlich von Schwarzenbach erhebende Bergsporn weist ein ca. 500 x 300 m großes Hochplateau auf das den Flurnamen „Burg“ trägt. Der Bergsporn fällt im Westen, Süden und Osten steil ab, während er nach Norden hin flach ausläuft. Nach Norden und Westen lässt sich eine teilweise bis 7 m hoch erhaltene Befestigungsanlage erkennen. Sie besteht aus einer Wallanlage, die zumindest im flachen Norden einen vorgelagerten Graben aufweist. Im Nordosten bilden die nach innen einziehenden Wallkörper ein Zangentor, durch das noch heute der Zugangsweg zur Fundstelle führt. Die Wallaufschüttung ist im Osten und Süden der Anlage nicht mehr zu erkennen. In diesen Abschnitten zeichnet sich das Gelände aber durch eine steile Geländekante aus. Die Innenfläche wird gegliedert durch mehrere sanft geneigte Hänge und einzelne Plateaus. In der Mitte der Fundstelle befindet sich eine kleine Anhöhe auf der heute ein Museumsturm steht.

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 10 Jahre Forschung (0.83 MB)


 Forschungsbericht 2006 (2.3MB)

Für die praktischen Arbeiten wurden Werkzeuge nach keltischen Vorbildern angefertigt. Das Werkzeugspektrum umfasste große Tüllenäxte, Lappendechsel, Ziehmesser, Löffelbohrer, Stemmbeitel, Zugsägen und Reißnadeln. Im Zuge der Arbeiten versuchen die Wissenschaftler herausfinden, welche Werkzeugtypen sich für bestimmte Arbeiten besonders gut eigneten bzw. wo die Grenzen der Leistungsfähigkeit des keltischen Holzhandwerkszeugs lagen.

Werkzeuge (Beil, Dechsel, Meißel) zur Bearbeitung des Bauholzes

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Die Forschungsarbeiten, unter der wissenschaftlichen Leitung von Wolfgang Neubauer, bilden einen Forschungsschwerpunkt von VIAS, dem Vienna Institute for Archaeological Science und wurden durch die Gemeinde Schwarzenbach, die Universität Wien, das Land Niederösterreich, das Wissenschaftsministerium, das Bundesdenkmalamt und den Jubiläumsfond der Österreichischen Nationalbank gefördert.

Pflanzen sind wichtige Rohstoffe für uns Menschen. Sie sind nicht nur ein Teil unserer Nahrung oder Viehfutter, sondern werden auch zur Herstellung von Kleidung, Geräten, Behausungen und Möbeln benötigt. Diese alltägliche Verwendung von Pflanzen hinterlässt unweigerlich Spuren in Form von Artefakten, Speichergut oder Abfällen.

Von allem Anfang an waren WissenschaftlerInnen aus der Archäobotanik, Archäozoologie, Geologie und Bodenkunde, Metallographie und Numismatik in die Ausgrabungen und die wissenschaftliche Bearbeitungen eingebunden. Bereits während der Grabungen werden Restauratoren und Konservatoren beschäftigt, die für eine fachgerechte Bergung, Konservierung und Weiterbearbeitung des Fundmaterials sorgen können.

Standort des Keltendorfs