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Schwarzenbach-Burg

Die Fundstelle Schwarzenbach-Burg ist bereits seit den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts bekannt. Sie liegt östlich der Marktgemeinde Schwarzenbach auf einem Bergsporn. Das achäologische Hauptinteresse lag zunächst auf der späteisenzeitlichen Besiedlungsphase.

Die urzeitliche Siedlung war in der späten Eisenzeit massiv befestigt. Umringt von einem noch heute bis zu 7 m hoch erhaltenen Wall bestand auf dem Hügel in den ersten beiden Jahrhunderten vor Christus eine frühe keltische Stadt. Die Nähe zur Oberpullendorfer Bucht, einem Zentrum urzeitlicher Eisengewinnung (Ferrum Noricum) unterstreicht die Bedeutung der späteisenzeitlichen Anlage Schwarzenbach-Burg, die deshalb als Zentralort im Sinne eines Oppidums, also einer frühen Stadt angesprochen werden kann.

Ein interdisziplinäres Forschungsprojekt von VIAS

Neben den historischen Fragestellungen liegt ein Forschungsschwerpunkt von VIAS-Vienna Institute for Archaeological Science der Universität Wien auf der Weiterentwicklung der Grabungsmethodik und der Einbindung der Naturwissenschaften in die archäologischen Forschung. Die Archäologen arbeiten mit Geophysikern, Geodäten, Archäobotanikern, Archäozoologen, Metallographen, Experimentalarchäologen, Physikern, Chemikern, Geologen und Numismatikern zusammen. Durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit gelingt es den Forschern die siedlungs- und wirtschaftsarchäologischen Fragestellungen zu lösen und die archäologischen Methoden zu verbessern.