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Pflanzen sind wichtige Rohstoffe für uns Menschen. Sie sind nicht nur ein Teil unserer Nahrung oder Viehfutter, sondern werden auch zur Herstellung von Kleidung, Geräten, Behausungen und Möbeln benötigt. Diese alltägliche Verwendung von Pflanzen hinterlässt unweigerlich Spuren in Form von Artefakten, Speichergut oder Abfällen.

Darum kommen überall dort, wo Menschen gelebt haben, Pflanzenreste vor. Natürlich wären diese Pflanzenreste im Laufe der Zeit verrottet, würde nicht ein Teil von ihnen zufällig konserviert werden, wobei v. a. Verkohlen, Vertrocknen und feuchte Lagerung unter Luftabschluss von Bedeutung sind. Durch diese Prozesse wird der mikrobielle Abbau unterbunden und die Pflanzenreste können noch nach Jahrtausenden gefunden werden. Selten jedoch liegen Pflanzenreste in reiner Form vor. Meist sind sie mit dem umgebenden Erdreich vermischt und können auf Grund ihrer Kleinheit bei archäologischen Grabungen gar nicht gesehen werden, worin wohl einer der Hauptgründe dafür liegt, dass systematische archäobotanische Untersuchungen erst in den letzten Jahren zum Standardrepertoire archäologischer Grabungen zählen.

         
         

Oben (von links nach rechts):
Brassica sp. – Kohl (i. w. S.), Trifolium sp. – Klee, Raphanus sp. – Rettich

Unten (von links nach rechts):
Draba sp. – Felsenblümchen, Rapistrum sp. – Rapsdotter, Triticum monococcum – Einkorn

Archäobotanik, VIAS-Vienna Institute for Archaeological Science, Universität Wien