Seit 2002 wird daran gearbeitet, die Präsentation des keltischen Lebens in Schwarzenbach als Dauereinrichtung zu gestalten. Deshalb hat die Gemeinde das VIAS-Vienna Institute for Archaeological Science mit der Errichtung eines archäologischen Freilichtbereichs betraut, wo in Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt Teile der keltischen Stadt wieder aufgebaut werden sollen. Das Freilichtmuseum vermittelt Einblicke in das Alltagsleben der eisenzeitlichen Bevölkerung im 2. und 1. Jahrhundert v. Chr., wobei neben der Architektur der Gebäude die ökonomischen Grundlagen der Menschen dieser Zeit und das Handwerk in einer keltischen Stadt im Vordergrund stehen. Dabei werden die Methoden der experimentellen Archäologie angewendet, um archäologische Interpretationen von Grabungsbefunden in der Praxis zu erproben. Rekonstruktionen von Baubefunden spielen eine immens wichtige Rolle, um ein möglichst vollständiges Bild vergangener Epochen zeichnen zu können. In diesem Sinne verstehen wir die Rekonstruktion von urgeschichtlichen Objekten als wichtigen Bestandteil der wissenschaftlichen Forschung. Die praktischen Erkenntnisse während der Errichtung des Freilichtmuseums sind eine große Hilfe für die Interpretation der Grabungsbefunde.

Leben in einer keltischen Siedlung