Die Forschungsgrabungen in der Innenfläche 1998-1999 (Schnitt 3)

Aufbauend auf den Prospektionsergebnissen konnte durch Förderung durch den Jubiläumsfonds der OeNB (Projektnr. 7134 und 7891) und mit Mitteln der Kulturabteilung des Landes Niederösterreich, der Marktgemeinde Schwarzenbach und der Universität Wien eine großflächige stratigraphische Forschungsgrabung (Schnitt 3) unter der Leitung von Wolfgang Neubauer durchgeführt werden.

Die Rettungsgrabung 1998 (Schnitt 4)

Im Jahre 1998 wurde an der höchsten Stelle des Hochplateaus im Vorfeld der Errichtung eines Aussichts- und Museumsturms im Auftrag des Bundesdenkmalamtes eine archäologische Grabung (Schnitt 4) durch die Universität Wien unter der Leitung von Wolfgang Neubauer vorgenommen. Nach der maschinellen Entfernung einer illegal errichteten Betonplatte kamen die Reste eines Wachturmes und einer Mannschaftsbaracke aus dem zweiten Weltkrieg zu Tage.

Im Sommer 2002 wurde eine weitere stratigraphische Grabung auf höchsten Plateau der Siedlung auf einer Fläche von 930 m² durchgeführt (OeNB Projnr. 9441). Auf Grund der geophysikalische Prospektionsergebnisse waren in der Fläche mehrere Hausgrundrisse und Gruben zu erwarten. Nach dem Abtragen der Grasnarbe war in einzelnen Bereichen bereits die Felsoberkante erreicht. Der jüngste Befund war eine kreisrunde Grube deren Ränder mit faustgroßen Steinen in Form einer Trockenmauer ausgekleidet war und die auf Grund des Fundmaterials in die Zeit des Zweiten Weltkriegs zu datieren ist.

Die Grabung Schnitt 6 wurde im Rahmen des Forschungsprojektes „Interdisziplinäre siedlungs- und wirtschaftsarchäologische Untersuchungen der befestigten urzeitlichen Siedlung Schwarzenbach-Burg“ des Jubiläumsfonds der Österreichischen Nationalbank (Projektnr. 12139) unter finanzieller Beteiligung durch die Kulturabteilung des Landes Niederösterreich, der Universität Wien und der Marktgemeinde Schwarzenbach durchgeführt. Die Grabungskampagne 2006 fand von Anfang September bis Mitte Oktober unter Leitung von Wolfgang Neubauer, VIAS statt. Sie stand im Zeichen der weiteren Untersuchung der späteisenzeitlichen Befunde, die bereits in den Jahren 2004 bis 2005 in Schnitt 6 festgestellt wurden, deren eindeutige funktionelle Interpretation und zeitliche Stellung allerdings noch nicht völlig ergründet werden konnten.

Die Rekonstruktion latènezeitlicher Gebäude in Schwarzenbach-Burg

Neben der rein wissenschaftlichen Fragestellung der seit 1992 durchgeführten archäologischen Forschungsprojekte werden die Ergebnisse in den Aufbau eines für die Regionalentwicklung der Buckligen Welt bedeutsamen Projektes zum Aufbau eines archäologischen Parks einfließen. Dabei kommt den einzelnen Baubefunden besondere Bedeutung zu, die in die im Rahmen dieses archäologischen Parks geplanten Rekonstruktionen urzeitlicher Bauten einfließen werden. Aber auch alle weiteren Ergebnisse der archäologischen Forschungen werden in die Rekonstruktion urzeitlichen Lebens eingebunden.